Die besten Strategien für die Handicap-Wette – Erklärung, Tricks und Tipps

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Mit dem Angebot von Handicap-Wetten betreiben die Wettmacher ein bisschen Magie. Sie verwandeln für Wetter langweilige Spiele mit klarer Favoriten-Außenseiter-Verteilung und entsprechend niedrigen Quoten in Wetten, bei denen du mitfiebern kannst, da attraktive Gewinnquoten locken. Dieser Zaubertrick gelingt einfach dadurch, dass du bei der Handicap-Wette nicht auf das nominelle Endergebnis tippst, sondern darauf, ob es dem Favoriten gelingt, den festgelegten Nachteil (das Handicap) auszugleichen.

Die Wurzeln der Handicap-Wetten liegen im Pferdesport. Dort werden Pferde, die in der Vorsaison mit starken Leistungen glänzten, in die Rennen der neuen Saison mit Gewichten geschickt. Sinn dieser Übung ist es natürlich, die Favoriten etwas schwächer, die Außenseiter stärker und damit den Ausgang insgesamt offener zu gestalten. Eine Alternative zu Gewichten ist, die besonders laufstarken Pferde auf Trabrennbahnen weit außen starten zu lassen, sodass sie eine größere Strecke zurücklegen müssen.

Die Handicap-Wette erklärt am Beispiel Fußball

Das Prinzip der Benachteiligung des Favoriten wurde längst auf andere Sportarten übertragen. Sehr beliebt ist die Handicap-Wette natürlich bei Fußball-Wetten. Hier geht es meist darum, ob der Favorit (z.B. Borussia Dortmund) gegenüber dem Außenseiter (z.B. eine Mannschaft aus der Regionalliga) im DFB-Pokal mit mehreren Toren Vorsprung gewinnt.

Bei einer solchen Partie ist davon auszugehen, dass es für einen Sieg von Dortmund nur eine sehr geringe Quote gibt. Der Tipp auf den Regionalligisten würde sich dagegen richtig lohnen – falls dieser gewinnt. Um die Ausgangssituation zu verdeutlichen, gehen wir im Beispiel davon aus, der es sich um eine Mannschaft aus der Regionalliga handelt, die es in der vorausgegangenen Runde nur mit Ach und Krach gegen eine gleichrangige Mannschaft in die nächste Runde schaffte. Trotz guter Quoten wird nun kaum jemand Lust darauf haben, auf einen Sieg des Regionalligisten zu wetten.

Die Buchmacher bieten dir in solchen Fällen dann gerne an, dass der Außenseiter quasi mit einem Vorsprung von z.B. 2 Toren ins Spiel geht. Dafür sinken zwar die Quoten des Außenseiters, die für Dortmund aber steigen. Das natürlich nur, weil Dortmund jetzt nicht nur siegen muss, sondern auch diesen (virtuellen) 2:0-Rückstand aufholen muss. Sehen wir uns ein paar mögliche Ergebnisse und ihre Auswirkung auf die Handicap-Wette an, Dortmund tritt als Gastmannschaft auf:

  • 0:0 – die Handicap-Wette gewinnt nur, wer darauf gewettet hat, dass es Dortmund nicht gelingt, den 2-Tore-Rückstand aufzuholen.
  • 0:1 – auch bei diesem Spielstand gewinnt nur, wer auf den Außenseiter setzte.
  • 0:2 – obwohl Dortmund im Pokal weiter wäre, wird das Spiel in der Handicap-Wette als unentschieden gewertet.
  • 0:3 – erst bei diesem Spiel wäre die Handicap-Wette auf den Sieg der Dortmunder gewonnen.

Das Beispiel zeigt, dass es im Fußball meist bei einem Handicap von +1 bzw. +2 Toren bleibt. Schließlich müssten die Dortmunder bei +3 Toren bereits mit 0:4 gewinnen. Fantasie-Handicaps wie +10 oder mehr Tore Vorsprung wirst du daher bei Fußball-Wetten so gut wie nie begegnen (das ist eher etwas für Basketball-Wetten). Die großen Wettanbieter haben für die meisten Spiele jedoch immer mehrere Varianten von Handicap-Wetten im Angebot.

Asian Handicap-Wette – wie aus einer Dreiweg- eine Zweiweg-Wette wird

Die klassische Handicap-Wette ist im Fußball eine Dreiweg-Wette, bei der man einen Sieg, ein Unentschieden oder eine Niederlage wetten kann. Die Asian Handicap-Wette operiert zusätzlich mit halben Toren, also etwa einem Handicap von +1,5 Toren. Bei einem solchen Handicap ist ein Unentschieden unmöglich. Aus einer typischen Dreiweg-Wette können die Buchmacher so eine Zweiweg-Wette machen.

Für den Spieler hat das Asian Handicap den Vorteil, dass er gegen das Risiko eines Unentschieden abgesichert ist. Daher sind die Quoten bei dieser Variante der Spezialwette in aller Regel auch niedriger.

Halbes Asian Handicap

Die einfachste Form des Asian Handicaps ist das sogenannte halbe Asian Handicap. Hier wird dem tatsächlichen Ergebnis jeweils ein halbes Tor hinzugezählt, also etwa +0,5, +1,5, +2,5 usw. Nehmen wir wieder unser Beispiel des Pokalspiels Dortmund gegen einen Regionalligisten und legen fest, dass Dortmund mit einem halben Tor Rückstand ins Spiel geht. In der Regel wird das als +0,5 Asian-Handicap bei den Buchmachern ausgezeichnet:

  • Endet das Spiel 0:0 hätte nur derjenige sein Asian-Handicap gewonnen, der darauf tippte, dass Dortmund das Handicap nicht ausgleichen kann. Das Ergebnis des Handicaps wäre schließlich ein 0:0,5.
  • Bei einem 0:1 hätte dagegen der Tipp auf den Sieg von Dortmund gewonnen.

Ganzes Asian-Handicap

Beim ganzen Asian Handicap werden tatsächlich nur ganze Tore gerechnet. Da bei dieser Variante wieder Unterschieden möglich sind, zahlen die Wettanbieter hier bei einem Unentschieden den Wetteinsatz wieder an den Spieler zurück. Die Asian Handicap-Wette kann daher auch als Wettstrategie gesehen werden, bei der das Risiko eines Unentschieden ausgeschlossen wird, sodass man sich nur noch auf zwei mögliche Wettergebnisse einstellen muss.

Viertel Asian-Handicap

Das Viertel Asian Handicap ist im Grunde eine Kombiwette und wird daher häufig auch Double Asian Handicap genannt. Hier verteilt der Wettmacher den Einsatz auf ein ganzes Asian Handicap (+0) sowie auf ein halbes Asian Handicap (+0,5).

Beispiel: Hannover 96 – Dortmund 0:0,25 (oder auch Dortmund +,025).

Gewinnt Hannover 96, hätte verloren, wer Dortmund zutraute, das Handicap (von letztlich 1 Tor) auszugleichen. Geht das Spiel Unentschieden 1:1 aus, würde die eine Hälfte des Wettbetrags zurückerstattet, für die andere würde jedoch ein Gewinn ausgezahlt, da Dortmund das Handicap von einem halben Tor ja aufgeholt hat. Bei einem Sieg der Dortmunder würde der volle Gewinn aus beiden Teilwetten an den Spieler ausbezahlt werden.

Da die Auszeichnung dieser Spezialwetten mitunter recht komplex ausfällt, erläutern dir Wettanbieter wie etwa bet365 deine Gewinnchancen bei diesen Wetten mitunter auch detailliert.

In welchen Sportarten werden Handicap-Wetten angeboten?

Handicap-Wetten werden in fast allen Sportarten angeboten. Da sich die Mehrheit der Wettspieler hierzulande für Fußball interessieren, ist hier das Angebot natürlich auch am größten. Bei den meisten Buchmachern findest du aber auch Handicap-Wetten für Handball, Tennis, Basketball oder Volleyball.

Wann lohnt sich die Handicap-Wette?

Wenn ein Favorit auf einen klaren Außenseiter trifft, lohnt sich aufgrund der besseren Quoten die Handicap-Wette. Von den Buchmachern erhältst du allerdings nichts geschenkt. Das Risiko, deinen Wetteinsatz zu verlieren, ist bei der Handicap-Wette deutlich höher als etwa bei Einzelwetten. Du solltest daher das Risiko gut einschätzen können. Ist es realistisch, dass die Bayern im Pokal mit einem 5-Tore-Vorsprung vom Platz gehen werden? Wie gut in Form sind die Torjäger? Ist die Abwehr derzeit stabil? Sind alle Spiel gesund? Oder gab es zuletzt eine Phase von Spielen, in denen die Bayern gerade gegen schwächere Gegner nicht allzu gut aussahen?

Erfahrene Wetter setzen meist sehr gerne auf Handicap-Wetten, da sie höhere Quoten versprechen. Für Anfänger gilt, dass sie sich ruhig einmal an diese Spezialwette herantasten sollten. Wer bei den Einsätzen und auch den Handicaps auf ein gesundes Augenmaß achtet, wird sicher bald seine Liebe zur Handicap-Wette entdecken.

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